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Tierschutzverein Krefeld am Ende?

Es kann so kommen: Gegen Ende des Jahres gibt es keinen Tierschutzverein in Krefeld, seine Anlagen sind geschlossen.

Bisher wurde der Tierschutzverein von der Stadt Krefeld unterstützt. Diese Unterstützung wurde neu ausgeschrieben. Es gab eine Bedingung: Die Bewerber müssen garantieren, dass Fundtiere Tag und Nacht, an Sonn- und Feiertagen abgeholt und untergebracht werden.

Dieser Service „rund um die Uhr“ wird von keinem Tierschutzverein am Niederrhein geboten. Die Verantwortlichen im Krefelder Verein begannen zu rechnen. Um diesen Service zu garantieren, müssen drei bis vier Menschen eingestellt werden und ein entsprechendes Fahrzeug dauernd einsatzbereit bleiben. Das wird teuer. Aber es war verlangt und der Tierschutzverein reichte das Angebot ein.

Der Tierschutzverein Krefeld verlor die Ausschreibung. Ein Verein am Niederrhein legte ein erheblich günstigeres Angebot vor. Ein Zauberstück? Da ja kein Verein dieses Angebot vorweisen kann.

Die mögliche Lösung: Ein nicht bekanntes „Subunternehmen“ übernimmt für den Verein, der „gewonnen“ hat, diesen von der Stadt Krefeld geforderten Service.

Wieso dieses aber den Service so günstig anbieten kann und ob der Kämmerer sich Gedanken über den Tierschutz gemacht hat, bleibt fraglich!

Kein Verein am Niederrhein lässt Fundtiere von einem „Subunternehmen“ abholen. Dieser Subunternehmertrick wird auch in anderen Bereichen immer wieder eingesetzt, um Ausschreibungen zu gewinnen. Hinterher stellt sich oft heraus, dass die Leistungen gar nicht erbracht werden.

Hier geht es um gefundene Tiere, die dann „verfrachtet“ werden, keiner weiss von wem, wie und wohin.

Die Stadt Krefeld hat inzwischen dem Tierschutzverein Krefeld mitgeteilt, dass er die Ausschreibung verloren hat:

„Alles Gute“ und die städtische Unterstützung endet mit Jahresende, so die Verwaltung der Stadt.

Damit endet auch die Arbeit des Tierschutzvereins..

Was geschieht mit den vielen Tieren im Tierschutzverein Krefeld? Das scheint nur die Menschen im Tierschutzverein zu interessieren. Sie sind ratlos.

Die Fraktion der LINKEN im Rat der Stadt Krefeld protestiert gegen dieses rücksichtslose Vorgehen der Verwaltung:

„Den Tierschutzverein Krefeld gibt es seit 1877. Eine solche nur auf Zahlen basierende Politik der Stadtverwaltung hat es noch nie gegeben. Tiere sind für solche Rechenkünstler wie den Kämmerer der Stadt unwichtig, wenn die Zahlen wenigstens scheinbar stimmen. Wir hoffen, dass sich die Menschen in Krefeld gegen eine solche Herzlosigkeit zur Wehr setzen.“