Ratsherr Basri Cakir (DIELINKE) erklärt: „Mit großer Empörung haben wir aus der Presse erfahren, dass Sitel 140 Stellen von 520 streichen will. »Die Opel-Bank und Firma Nokia wollen eine weitere Zusammenarbeit nur, wenn die Preise für die Dienstleistung erheblich gesenkt werden. ... in Krefeld 140 Stellen abgebaut ...« Aber erst am 17.02.11 – wenige Tage vor dieser Berichterstattung – wurde im Krefelder Amtsblatt berichtet, dass OB Kathstede Sitel besucht und »... sich über die aktuelle Geschäftsentwicklung und die Zufriedenheit mit dem Standort informiert ...« hat.“
Die Entscheidung 140 Stellen zu streichen, ist ja wohl nicht in wenigen Tagen entstanden, sondern auf Preisdruck der Opel-Bank und Nokia.
Cakir weiter: „Wir kennen sowohl Nokia als auch Opel. Höhere Gewinne = Profitmaximierung können sie nur mit immer weniger Personal und niedrigeren Löhne erzielen. Sitel ist ein Unternehmen im Niedriglohnsektor und lässt sich seine Dumpinglöhne dadurch subventionieren, dass die Beschäftigten durch Billiglöhne gezwungenermaßen zu Hartz IV- Aufstockern werden, damit sie ihre Familien ernähren können.
Wir kennen auch die Opel- und Nokiabeschäftigten. Sie haben lange Zeit gegen die unmenschlichen Pläne dieser Unternehmen gekämpft und Erfolge gehabt. Sie hatten keine andere Wahl. Die Sitel-Beschäftigten haben auch keine andere Wahl. Sie müssen auch gegen Stellenabbau, Niedriglöhne und menschenverachtende Pläne kämpfen.
Wir, DIE LINKE Ratsgruppe Krefeld solidarisieren uns mit Sitel-Beschäftigten und unterstützen ihren Kampf.
Wir fordern: Gesetzlichen Mindestlohn, denn von Arbeit muss man leben können!“